gototopgototop
  1. Skip to Menu
  2. Skip to Content
  3. Skip to Footer>

Das Berufsbild des Vergolders

PDF Drucken E-Mail

Under sconem schade luzet, iz en ist nicht allez golt daz da glizzit.


Unter Schönem lauert Gefahr, es ist nicht alles Gold, was glänzt!

(aus dem „Rolandslied des Pfaffen Konrad“, Vers 1958f., ca. 1170 n. Chr. )

Nach diesem wohlbekannten und nur allzu wahren Spruch verbirgt sich hinter so mancher glänzenden Oberfläche nicht unbedingt massives Gold. In den meisten Fällen sind es lediglich „unedle“ Materialien wie Holz, Ton, Gips oder Kunststoff, welche mit einem hauchdünnen, allerdings diesmal „echten“ Goldüberzug versehen werden.

Dabei muss mit großer Genauigkeit und Fingerfertigkeit vorgegangen werden: die dünnen Edelmetallblätter aus Silber, Gold oder Platin sind teilweise so dünn, dass sie sehr leicht reißen können. Blattgold wird so dünn „ausgeschlagen“, dass es bei dem geringsten Kontakt mit dem Hautfett sofort zerfällt… Außerdem sind die zu vergoldenden Objekte oftmals solche, die ohnehin bereits Einzelstücke und daher nicht selten solche von hohem Wert sind.

Bei dieser interessanten, kreativen Tätigkeit genügt es nicht, nur die Vergoldungstechniken  und die Anwendung von beispielsweise Lösungs- und Verdünnungsmitteln zu beherrschen. Der Vergolder muss sich ebenso in der Kunst- und Stilgeschichte auskennen, restauratorische Fähigkeiten und ein Mindestmaß an Kreativität besitzen, damit Rahmen, Gemälde, Skulpturen, Mobiliar, Stuckaturen und ähnliches den faszinierenden Glanz der Veredelung erhalten können.

Obgleich ein Großteil dieser Arbeiten in Werkstätten und Ateliers ausgeführt wird, können bisweilen immer wieder einzelne Tätigkeiten in Museen, Kirchen und Schlössern das Arbeitsumfeld interessanter und bunter gestalten.  

Wer gern in einer von Kreativität geprägten Atmosphäre arbeitet, zudem wichtige Charaktereigenschaften wie Geduld, Zuverlässigkeit, Vertrauenswürdigkeit und Begeisterungsfähigkeit mitbringt,  ist in diesem echten Handwerksberuf womöglich „goldrichtig“!

Blattgold als Grundlage des Vergolderberufes


Voraussetzungen:

In einem künstlerischen Handwerksberuf ist die schulische Ausbildung grundsätzlich von sekundärer Bedeutung, gibt es doch ausgezeichnete Vergolder mit Hauptschul-, Realschulabschluss oder Abitur.

Jedoch ist es ungleich einfacher, wenn der Lehrling über eine altersgemäß solide Schul- und Allgemeinbildung verfügt. Das betrifft die Grundrechenarten ebenso, wie ein gewisses Verständnis für physikalische und chemische Zusammenhänge.

Der Auszubildende führt während des gesamten Ausbildungszeitraumes ein Berichtsheft, so dass ein sicherer Umgang mit der deutschen Sprache in Wort und Schrift unabdingbar ist. Zudem kommt früher oder später der persönliche Kontakt mit Kunden hinzu, so dass ein ordentliches und allgemein nicht unbedingt abschreckendes, gepflegtes Äußeres sowie gewisse Umgangsformen erwartet werden.     

Diverses

Um Papiere möglichst lange auch ohne aufwendige Konservierungsmaßnahmen erhalten zu können, sollte man die umgebenden Klimafaktoren möglichst konstant halten:

  • direkte Sonneneinstrahlung oder starke Beleuchtung vermeiden
  • Temperatur zwischen 18 und 22° Celsius
  • Relative Luftfeuchtigkeit bei ca. 40- 50%



 

Anfahrt

AnfahrtViele Wege führen zu uns.
Hier erfahren Sie, wie Sie uns am schnellsten erreichen.

Kontakt

KontaktAusschließlich via Email.

Öffnungszeiten

ÖffnungszeitenWir haben Montag bis Freitag für Sie geöffnet. Details finden Sie hier.